


So pflegst du Koppeln und Weide für gesunde Pferde und belastbare Böden: Umtriebsweide, sichere Zäune, Drainage, Parasitenkontrolle und die richtige Ergänzung über die Weidesaison.
Gut gepflegte Koppeln bedeuten gesunde Pferde, niedrigere Futterkosten und Böden, die Jahr für Jahr halten. Entscheidend ist, dass die Weide ruhen darf, der Zaun sicher bleibt und du Parasiten und Ergänzungsfutter im Blick hast. So planst und pflegst du deine Koppeln über das ganze Jahr.
Die Weide in mehrere Koppeln zu teilen und die Pferde dazwischen rotieren zu lassen, ist das Wichtigste, was du für den Boden tun kannst. Die Fläche kann sich erholen, das Gras bleibt im Wachstum, der Parasitendruck sinkt. Überweidete, zertretene Böden brauchen lange, bis sie sich regenerieren.
Der Zaun muss sauber gesetzt, gut sichtbar und so gebaut sein, dass er das Pferd hält, ohne es zu verletzen, wenn es dagegendrückt. Kontrolliere ihn regelmäßig, vor allem nach Sturm und Schneeschmelze, und halte die Drähte straff.
Nasse, schlammige Koppeln belasten Hufe und Boden. Durchgänge, Futterplätze und Tränken nutzen sich am stärksten ab. Befestige diese Stellen und leite das Wasser ab, damit die Koppel auch in nassen Perioden hält.
Die Weide ist der wichtigste Infektionsweg für Endoparasiten. In Schweden sind alle Entwurmungsmittel seit 2007 verschreibungspflichtig, und die moderne Bekämpfung setzt auf gezielte, selektive Entwurmung: Du nimmst Kotproben und behandelst nur die Pferde, die tatsächlich Parasiten ausscheiden. Das bremst Resistenzbildung und hält die Pferde gesünder.
Gewöhne die Pferde schrittweise an das Frühlingsgras, um Hufrehe und Magen-Darm-Probleme zu vermeiden, und halte auf üppigen Sommerweiden das Gewicht im Blick. Wird das Gras knapp, braucht das Pferd Raufutter dazu – Mineralfutter und frisches Wasser müssen immer zur Verfügung stehen.
Es gibt kein gesetzliches Maß, aber eine gängige Faustregel liegt bei etwa einem halben bis einem Hektar Weide pro Pferd, damit die Fläche reicht und nachhaltig bewirtschaftet werden kann. Der Bedarf hängt von der Bodenqualität, der Rotation und davon ab, wie viel Raufutter du zusätzlich fütterst. Passe die Pferdezahl immer an das an, was die Fläche tragen kann.
Umtriebsweide lässt jede Koppel ruhen und nachwachsen, hält das Gras im Wachstum und senkt den Parasitendruck. Du bekommst gesündere Pferde, bessere Weide und Böden, die Jahr für Jahr halten – im Gegensatz dazu, dieselbe Fläche die ganze Saison durchzubeweiden.
Alle Entwurmungsmittel sind in Schweden seit 2007 verschreibungspflichtig. Das SVA empfiehlt gezielte, selektive Entwurmung: Kotproben im Frühjahr (April–Mai), inklusive Untersuchung auf große Strongyliden und Bandwurm, und nur die Pferde behandeln, die Parasiten ausscheiden. Routinemäßiges Entwurmen aller Pferde treibt Resistenzen voran. Kombiniere das mit dem Absammeln von Kot und der Weiderotation, und hol dir Rat bei deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Befestige und entwässere die am stärksten belasteten Stellen – Tordurchgänge, Futterplätze und rund um die Tränken. Rotiere die Weide, damit der Boden ruhen kann, und leite Wasser von den Abnutzungsflächen weg. Das mindert Bodenschäden und das Risiko von Hufproblemen wie Mauke.